Das Osthofentor wirkt heute wie ein einzelner mächtiger Turm. Ursprünglich gehörte es jedoch zu einer größeren Toranlage mit äußerem Tor, Zwinger und Anschluss an die Wallmauern. Erhalten blieb der Innentorturm.
Bei der Erweiterung des Bahnhofs im Jahr 1890 wurde ein großer Teil der Stadtumwallung abgebrochen. Seitdem schließen die Wälle nicht mehr unmittelbar an das Tor an. Die sichtbaren Maueransätze erinnern noch an den früheren Zusammenhang.
Im Museum wird die Entwicklung Soests vom Mittelalter bis in die Neuzeit erklärt. Modelle zeigen die Stadt zu verschiedenen Zeiten. Ein besonderer Bestand sind historische Armbrustbolzen, die mit der Verteidigung der mittelalterlichen Stadt verbunden sind.
2026 begeht das Osthofentor sein 500-jähriges Jubiläum. Das Museum verbindet diesen Rückblick mit der Frage, wie auch unsere heutige Zeit für die Zukunft festgehalten werden kann.
Nach Angaben der Stadt Soest ist der Eintritt frei. Wegen der historischen Wendeltreppen ist der Zugang allerdings nicht vollständig barrierefrei; aktuelle Öffnungszeiten sollten vor einem Besuch auf der städtischen Seite geprüft werden.